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Patchworkfamilien

Patchworkfamilie ist ein neuer Name für eine Familienform, die es schon lange gibt und nun immer alltäglicher wird. Früher wurde von einer Stieffamilie gesprochen, heute prägen bunte Patchwork-Strukturen den Alltag vieler Eltern und Kinder.

Neue Lebenspartnerinnen und Lebenspartner mit Kindern aus früheren Beziehungen, Ex-Partnerinnen und Partner mit dem Wunsch, ins neue Familienleben integriert zu werden, oder die Adoption eines nicht leiblichen Kindes führen zu komplexen Familienkonstellationen.

Die größte Herausforderung für die Mitglieder einer Patchworkfamilie ist es, dass jeder seinen oder ihren Platz in der neuen Familie findet. Probleme können beispielsweise entstehen, wenn es Kindern anfangs schwer fällt, die neue Partnerin oder den neuen Partner ihrer Eltern oder neue Geschwister zu akzeptieren. Zudem gilt es nach Scheidung, Trennung oder Tod den Verlust der "alten" Familie zu bewältigen. Dabei müssen Eltern sich nicht nur an die neuen Strukturen in ihrer Familie gewöhnen, sondern gegebenenfalls auch an die der neuen Familie. Für bislang kinderlose Partnerinnen und Partner kann die neue Rolle ebenfalls eine große Herausforderung sein.

Das wichtigste, was es daher braucht, ist Zeit und Geduld miteinander. Nur so kann das neue Gefüge gut zusammenwachsen. Das Leben in einer Patchworkfamilie kann eine große Bereicherung sein, z.B. wenn Kinder und Eltern durch die neue Familienkonstellation Halt und Sicherheit und ein positives Familiengefühl erleben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Erziehungsberatungsstellen, unterstützen Sie gerne bei diesem Prozess des Zusammenwachsens.

Quelle:
Diese und weitere Informationen finden Sie online im Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Eltern-Newsletter.
(Stand August 2016)